Fitness-Tennis

Die Spieler/innen mit hoher Bewegungsmotivation sind oft sportliche Quereinsteiger aus anderen Ballsportarten, die es gewohnt sind, sich zu bewegen - sie brauchen ein bestimmtes Bewegungsniveau. Tennis ohne Schweißtropfen = Langeweile.

Diese Quereinsteiger erreichen oft mit Leichtigkeit auf intuitive Weise ein Spielniveau, das sie in die Lage versetzt, selbst langjährige Tennisspieler herauszufordern. Sie können technisch bessere Spieler/innen schlagen, weil sie wie ein Flummi ohne Erschöpfung von einer Ecke in die andere Ecke rennen und annähernd jeden Ball zurückspielen - zwar mit individueller Technik, die oft nicht lehrbuchkonform ist, aber wirkungsvoll. Nehmen diese Spieler/innen Trainerstunden und verbessern ihre Technik, sind sie der Schrecken aller langjährigen Tennisspieler/innen, die von außen betrachtet ein besseres Tennis spielen.

Für einen wettkampforientierten Tennisspieler gibt es keinen besseren Mentaltrainer als den fitnessorientierten Tennisspieler. Wer es geschafft hat, diese lebende Ballwand niederzuringen, ohne seinen Schläger zertrümmert oder einen Wutanfall gehabt zu haben, hat mit Erfolg mentales Training absolviert.

Der Fitness-Spieler hingegen hat eine diebische Freude daran, eigentlich bessere Spieler zur Verzweiflung zu bringen und gegen sie zu gewinnen. Er lebt damit, dass seine nach dem Sieg ausgesprochene Einladung zu einem anschließenden Getränk nur mit einem gequälten Lächeln angenommen wird oder der Eingeladene noch eine wichtige Verabredung hat.

Was auch immer der Trainer macht - am Ende der Stunde muss diesem Tennisspieler der Schweiß von der Stirn laufen, sonst war es keine gute Trainingsstunde.