Tennisnationen
Der DTB verweist gerne darauf, dass er der weltweit größte Tennisverband sei. Ebenso ist auf Trainer-Fortbildungen zu hören, dass das Lehrkonzept des DTB von der ITF mit dem Gold-Standard ausgezeichnet ist. Da liegt es nahe, zu denken, dies würde sich in der Anzahl der Top-100-Spieler/innen in den Weltranglisten der Damen und Herren wiederspiegeln. Tut es aber nicht:


(Stand: 31.01.2026)
Was ist da los?
Wenn doch so viele Tennisspieler/innen in Vereinen organisiert sind und das vom DTB vertretene Trainingssystem so toll ist, warum ist Deutschland keine Top-Nation hinsichtlich der weltweit besten Tennisspieler/innen?
Die Frage wird hier nicht beantwortet, weil sie nicht beantwortbar ist. Die Expertise-Forschung weiß um die notwendigen Bedingungen, die es braucht, um außergewöhnliche Leistung zu erbringen, doch sie erahnt nur, welche Bedingungen hinreichend sind. Und selbst der einzelne Mensch, der dann ein Top-10-Spieler wird, weiß erst in der Rückschau, was ihn zu einem der weltbesten Spieler gemacht hat.
Es reicht nicht, als Kind zu sagen "Ich will die Nr. 1 werden". Das sagen, wünschen oder träumen Viele, aber nur sehr sehr Wenige schaffen es in die Top 10.
Schön, dass es noch Geheimnisse des Erfolgs gibt, die selbst die größten Experten nicht kennen, sondern nur erahnen.
