Confusion & Solution
Das Problematische an Bill's Betrachtung war, dass er den forced error der Gruppe der errors zuordnete. Diese Zuordnung wirkt zwar sprachlich zwingend, doch gibt es ein bedeutungslogisches wie auch ein statistisches Problem.
Das sprachliche Problem und seine Lösung
Das Wort Fehler beinhaltet, dass wir auch anders hätten handeln können. Haben wir nicht die Möglichkeit, anders zu handeln, weil wir unter Zwang stehen, dann ist unsere Handlung kein Fehler sondern eine erzwungene Handlung. Die Wörter forced und error sind unvereinbar.
Leo Levin hat folgerichtig gesagt: “A forced error is much closer to a winner than it is to an unforced error." Was wir mit der Zuordnung des forced error tun, ist laut Leo vor allem eines: “What we are trying to do is place the blame, first and foremost”.
Richtig ist, einen erzwungenen Punkt dem Spieler gutzuschreiben, der diesen zwingenden Punkt geschlagen hat: “Any time there is a forced error, the preceding shot has to be an aggressive forcing shot.”
Leo Levin hat es bereits ausgesprochen - die Tenniswelt hat nur nicht hingehört und die richtigen Konsequenzen daraus gezogen.
Die Schlussfolgerung und Lösung ist, in Zukunft von folgenden drei Punkt-Gruppen zu sprechen:
winner - forced point - error
Das Adjektiv forced wird beibehalten und das Wort point verweist darauf, worum es im Wettkampf eigentlch geht: am Ende eines Ballwechsel steht der Punkt. Und die höchste Form der Konzentration besteht darin, wenn ein Spieler in der Lage ist, sich von Punkt zu Punkt zu spielen und den Spielstand ausblendet. Dann sagen wir "Der Spieler ist im Tunnel" oder "The player is in the zone".
